Solely concentrating on the negative aspects of live?
22. Juni 2010 | Von andré | Kategorie: LeitartikelVon der Welt überfordert zu sein und gleichzeitig ein Blog zu betreiben ist wohl keine günstige Konstellation. Es heißt ja immer, dass Internet lebt von der Schnelligkeit, mit der es auf die Ereignisse der Welt zu reagieren vermag. Und Ereignisse, die einen Kommentar geradezu herausfordern, hatten wir in letzter Zeit weiß Gott genug: Griechenland & Euro-Krise, Das BP-Desaster im Golf von Mexiko, Landtagswahl in NRW, ein eingeschnappter Bundespräsident, Sparpaket, pauschale Haushaltsabgabe ersetzt GEZ Gebühr und so weiter und so fort..
Nicht dass mir das alles egal wäre. Überforderung soll hier nicht etwa Kapitulation bedeuten. Ich empfinde es nur anstrengend, zu allem eine Meinung haben zu müssen. Zu jedem Aspekt des Zeitgeschehens finden sich umgehend Heerscharen mehr oder minder berufener Kommentatoren. Das ist im Internet nicht anders, als in der Kneipe an der Ecke. Fachleute en masse! Außerdem, das gebe ich gern zu, überfordern mich die fehlenden Selbstzweifel einiger Wortführer. Im Brustton tiefer innerer Überzeugung wird einem noch das absurdeste Argument um die Ohren geschlagen. Es sind halt laute Zeiten?
Aus genannten Gründen, bitte ich die langen Intervalle zwischen zwei Lebenszeichen zu entschuldigen. Aber: Es gibt ja auch genügend erfreuliche Dinge.
Ende des Monats erscheint eine neuer Hal-Challis-Roman von Garry Disher, nach gut 30 Jahren wird es eine neue DEVO-Platte geben, Leonhard Cohen kommt auf Tour, wir sehen dem Konzert von Otis Gibbs in der Black Box entgegen und – ganz wichtig – es ist endlich richtig Sommer!
